• Preiskalkulation

    Schätzt du noch oder kalkuliert du schon? 😄 Heute auf der Agenda: Wir gehen die verschiedenen Arten der Preiskalkulation durch, um deinen perfekten Stundensatz zu ermitteln. Los geht’s! 💡

     

    Wichtig für die richtige Preiskalkulation ist, dass du deine Kosten ganz genau kennst. Falls du dir da nicht sicher bist, mach am besten vorher eine Aufstellung. 😇

     

    Was ist dein Preis?

    Du kannst deinen perfekten Stundensatz auf drei verschiedene Arten ermitteln: 💸

    1. Marktbasierte Preiskalkulation
    2. Kundenbasierte Preiskalkulation
    3. Produkt- bzw. Dienstleistungsbasierte Preiskalkulation

     

    Marktbasierte Preiskalkulation: Hier beschäftigst du dich mit dem Markt um dich herum. Passe deine Preise also deiner Umgebung an, beobachte deine Konkurrenz und deren Angebote. Diese Variante ist zwar einfach, aber leider auch sehr ungenau.

     

    Kundenbasierte Preiskalkulation: Wie der Name schon sagt, trittst du hier an deine Kunden heran. Falls du gerade bei der Gründung bist und noch keinen festen Kundenstamm hast, richte dich einfach an deine Umgebung. Starte eine Umfrage in der du dich nach der Zahlungsbereitschaft der Befragten erkundigst. Damit erhältst du den durchschnittlichen Preis, der wahrscheinlich die meisten Kunden anziehen würde. Überprüfe ob dieser Preis zur Kostendeckung ausreicht. Für die Umfrage kannst du auf hilfreiche Tools wie "MySurvey" und "Meinungsstudie" zurückgreifen.

     

    Produkt- bzw. Dienstleistungsbasierte Preiskalkulation: Hier schaust du dir an, was dein Produkt für Herstellungskosten hat. Dabei solltest du beachten, dass auch Kosten für deine Werbung oder Aushilfskräfte darunter fallen. Am Ende schlägst du auf diesen Preis deinen Gewinn auf. Für deinen Kunden fallen dann noch 19% Mehrwertsteuer an. Am Ende ist dies die genaueste Preiskalkulation, es könnte aber sein, dass die Preishöhe weit von der Zahlungsbereitschaft deiner Kunden entfernt ist. In diesem Fall überprüfst du, wo du ggf. Kosten einsparen kannst, um Kostendeckung zu erreichen.

     

    Hier einmal Schritt für Schritt:

    • Schritt 1: Fixkosten und variable Kosten herausfinden → ein Haushaltsbuch eignet sich hierfür am besten
    • Miete und Versicherungen werden wahrscheinlich jeden Monat gleich hoch sein (denke hier an private und berufliche Fixkosten!)
    • Beziehe aber auch Kosten ein, die sich monatlich ändern, wie für Lebensmittel z.B.
    • Schritt 2: Wie viele Stunden will ich arbeiten?
    • Du willst sicherlich so wenige Stunden wie möglich arbeiten und das Maximum herausholen, oder? Vielleicht kannst du auch gar nicht Vollzeit arbeiten, weil du eine Familie hast? 
    • Hier kannst du außerdem deinen gewünschten Stundenlohn berücksichtigen.
    • Schritt 3: Puffer für Krankheit und Urlaub berechnen 🌞
    • Leider kann man nicht 24/7 arbeiten bzw. auch nicht immer Geld mit den Aufgaben verdienen, die sonst noch so anfallen (Kundenakquise, Büro organisieren, Steuererklärung machen, usw.)
    • Wie viele Tage benötigst du für administrative Aufgaben? 
    • Diese Zeit sollte mit etwa 30 % einkalkuliert werden.
    • Schritt 4: Kosten durch Stunden teilen
    • Teile deine Kosten nun durch die Anzahl der Stunden, die du voraussichtlich arbeiten wirst, um deinen Stundenlohn zu ermitteln.
    • Wir würden dabei mit ungefähr 205 Tagen rechnen (ohne Wochenende, Krankheitstage, Urlaubstage, Weiterbildungstage, etc.) 

    In diesem Webinar gehen wir nochmal detailliert auf das Thema Stundensatz berechnen ein.

     

    Was noch? Am besten berücksichtigst du schon jetzt, dass sich deine Situation jederzeit ändern könnte. Vielleicht durch einen Hausbau oder ein Kind? Kalkuliere deine Preise also lieber von Anfang an etwas höher. Das ist besser als plötzlich drastisch deine Preise zu erhöhen, denn das könnte Kunden kosten. 🏠👶🏽

     

    Um dir diese Berechnung ein wenig zu erleichtern und damit du am Ende nichts vergisst, gibt es verschiedene Tools. Hier haben wir ein eigenes kleines Tool für dich zur Verfügung gestellt.

     

    Aufgabe:

    • Nutze unser Preiskalkulations-Template (Kopiere das Google Sheet einmal für dich um darin arbeiten zu können) und probiere einmal aus, wie hoch dein Preis am besten wäre. Entspricht dieser deinem tatsächlichen Preis? Ist er höher oder niedriger? Wo machst du Abstriche? Hinterfrage, wieso das so ist und ob du deinen Preis in Zukunft nicht etwas anpassen kannst oder möchtest.

    Du möchtest eine Einschätzung zu deinem Ergebnis oder einfach nur drüber reden? Schreibe uns einen Kommentar. 🙃


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